27. Tag: Cremona -Kultur und Ruhe
Na ja, ein Ruhetag war das heute eigentlich nicht!!
Irgendwann in der Nacht bin ich aufgewacht!
Vielleicht am "pling" des Smartphones - und da war die Nachricht von Valentin da!!
" Carla Lilo ist auf der Welt"! - Und ich bin Opa!!
Herzlich Willkommen Carla!!
Da fiel das wieder Einschlafen schwer.
Und auch heute Morgen habe ich mich gefragt, ob ich wirklich hier in Italien weiter vor mich hin radeln soll!
Natürlich soll die junge Familie erst einmal ihre Ruhe haben, aber wehe Friederike fährt vor mir nach München!!
Cremona ist eine tolle Stadt. Besonders die Kathedrale hat es mir angetan. Eigentlich das ganze Ensemble. Turm, Duomo, Baptisterium und auf der anderen Seite des Platzes das schöne Rathaus,
Besonders an den Eingangsportalen mit den romanischen Skulpturen gibt es ständig etwas Neues zu entdecken.
Klar, gestern fielen zuerst die tollen Löwen ins Auge
Da hält der Löwe doch völlig gelangweilt einen Hund /Fuchs(?) unter seinen Pfoten fest, der wiederum eine Gans/Wachtel (?) in den Hals beißt. Was sollte damit dem werten Kirchenbesucher signalisiert werden? "Freu, dich nicht zu früh! Das irdische Glück ist von kurzer Dauer!" Schließlich haben sie dem mächtigen Löwen ja auch noch die gewaltige Säule ins Kreuz gestellt - einer ist immer noch mächtiger!!!
Aber die Portale haben noch mehr zu bieten.
Ob der gewaltige Drachenschwanz zur Sphinx gehört, oder ob da nicht etwa ein riesiger Oktopus am Würgen ist, konnte ich nicht ausmachen. Die Ränder sehen verdächtig nach Saugnäpfen aus.
Auch ziemlich beeindruckend, wie der Bursche das Gewicht des Bogens stemmt!
Im Inneren ist man erst einmal überrascht, dass die Säulen und damit der Gesamteindruck so dunkel gehalten ist. Darüber das ganze Bildprogramm der Renaissance. Toll.
Aber mit meiner Kamera nicht wirklich zu fotografieren.
In den Querschiffen dagegen wieder ältere Fresken, die mir sehr gefallen haben. Aber wenn man versucht, das Alles zu entschlüsseln, wird einem fast schwindlig, vom vielen an die Decke starren.
Die Jakobsleiter
Soll das die "Beschneidung" sein? Dann ist der Junge schon ganz schön groß! Oder eine Geburt? Und der Mann am Kopf der Person, ist das nicht eher ein Weiser aus dem Orient, als ein Hoherpriester!
Heute neben der Kathedrale als noch 3 Programmpunkte:
Das Geigenmuseum. Schließlich ist Cremona die Stadt von Stradivari, Guarneri und Amati, und, und und....
Und hat auch heute noch jede Menge Geigenbauer in der Stadt. Ganze Gassen mit
Bis 2013 hingen ein gutes Dutzend dieser weltberühmten Geigen im Rathaus. Heute haben sie in einem neuen Museum ihren Platz gefunden!
Richtig toll gemacht.
Stradivaris Haus, dagegen ist nicht besonders gut erhalten. Es ist in Privatbesitz und unten drin ist eine Konditorei.
Und natürlich Stradivari, wie er ein Geige kritisch begutachtet.
Beim neuen Museum wurde nicht gekleckert, modernste Museumsdidaktik, aber nicht übertrieben. Der Geigenbau wird stationsweise mit Filmen erklärt. Die Forschung ist dokumentiert, - das Herzstück natürlich, der Saal mit den Meistergeigen!
Und dann noch einmal ein Saal mit den Gewinnern der Geigenbau-Triennale die schiere Menge haut einen fast um. Aber man hört sie halt nicht.
Und dann noch einmal ein Saal mit den Gewinnern der Geigenbau-Triennale die schiere Menge haut einen fast um. Aber man hört sie halt nicht.
Nicht ganz. In einem kleinen Konzertsaal, mit einer Hammerakustik, laufen Filme von Konzerten mit den Instrumenten.
Am eindrucksvollsten war für mich, wie David Garrett die verschiedenen Instrumente ausprobieren darf. Immer wieder wechselt er, und spielt und wechselt und erzählt. Das ist klasse, wer will kann sich diesen Film auf youtube anschauen:
Das 2. Großereignis auf das ich mich auch sehr gefreut habe, war leider ein Flop im Museo Civico, der Galerie der Stadt, war ich sehr gespannt auf die größte Tochter der Stadt:
Safonistra Anguissolo ,
eine der ersten Malerinnen, die berühmt, reich und anerkannt war. Sogar Rubens hat ein Bild von ihr kopiert.
Aber in Cremona - kein Bild. Nix. Anscheinend hängen 2 Bilder von Schwestern irgendwo in der Sammlung. Die konnte ich aber mit bestem Willen nicht finden.
Gut Safonitra hat sehr viel am spanischen Hof gearbeitet - in Madrid soll einiges hängen. Dann ist sie nach Sizilien gegangen, da hängen wohl auch welche - aber in ihrer Heimatstadt, nichts.
3. Und dann - so der Befehl einer Stimme aus der Ferne, sollte ich noch auf den höchsten Kirchturm Italiens klettern. - OOKKEY!
Nach der Mittagspause.
Doch dann kam das Gewitter!!
Pech gehabt. Turm geschlossen.
Um 17:30 kommt langsam die Sonne wieder raus.
Die Stimme befiehlt: "Steige den Turm hinauf!" - Der Türmer sagt, "ab 17:30 darf ich niemand mehr hoch lassen. Aber wenn du dich beeilst!"
Über 500 Stufen - und jetzt auch noch beeilen!!
Wenn ich ehrlich bin, hat es sich wirklich gelohnt, schon allein deshalb, weil ich nicht wusste, dass auch Heilige mit der Machete umgebracht worden sind, - das heißt genauer gesagt, umgebracht worden sind, und danach heilig wurden.
Um 17:30 kommt langsam die Sonne wieder raus.
Die Stimme befiehlt: "Steige den Turm hinauf!" - Der Türmer sagt, "ab 17:30 darf ich niemand mehr hoch lassen. Aber wenn du dich beeilst!"
Über 500 Stufen - und jetzt auch noch beeilen!!
Wenn ich ehrlich bin, hat es sich wirklich gelohnt, schon allein deshalb, weil ich nicht wusste, dass auch Heilige mit der Machete umgebracht worden sind, - das heißt genauer gesagt, umgebracht worden sind, und danach heilig wurden.
Das ist das Gewicht für die astronomische Uhr.
Was man dem Turm von Außen nicht ansehen kann, ist, dass es bis zur Mitte etwa 2 Türme sind, die ineinander verbaut sind. D.h. bis zur Uhr ist einfach ein Turm um den alten Turm herum gebaut worden.
Das ist die letzte Kuppel, sehr luftig!
Die Dächerlandschaft einer mittelalterlichen Stadt hat schon was.
Was man dem Turm von Außen nicht ansehen kann, ist, dass es bis zur Mitte etwa 2 Türme sind, die ineinander verbaut sind. D.h. bis zur Uhr ist einfach ein Turm um den alten Turm herum gebaut worden.
Das ist die letzte Kuppel, sehr luftig!
Die Dächerlandschaft einer mittelalterlichen Stadt hat schon was.
Da hinten in der Ferne zeichnen sich wieder Berge ab. Noch 2 Tage mit Väterchen Po!
Und Euch eine geruhsame Nacht!
Bis Morgen
Und Euch eine geruhsame Nacht!
Bis Morgen
"siehst du, es lohnt sich hohe Kirchtürme zu besteigen. Gut gemacht Und heute befehle ich dir, ein Bad in einem kühlen Fluss zu nehmen" die Stimme aus der Ferne
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