37.Tag: Engen - und Schluss





Die 7 Reisen des Rentners M

Die 7.Reise stand unter besonderen Vorzeichen! Bisher haben wir die Vertikale eher vermieden. 
Und nun dies! Gleich zweimal wollte ich die Alpen überqueren. 
So richtig wohl war mir bei diesem Gedanken anfangs nicht, - aber versuchen kann man es ja mal. Schließlich gibt es überall Zugverbindungen.

 Wie war die Reise in einem Satz?

Sie war fantastisch - sehr abwechslungsreich.

Imposante Gebirgslandschaften. Spektakuläre Radwege. Venedig, die Biennale - Highlights einer jeden Reise. Aber auch die leiseren Strecken durch die ländliche Poebene. Die unglaublich interessanten, historisch/kunstgeschichtlich vielfältigen oberitalienischen Städte, von denen ich natürlich nicht alle besuchen konnte, aber egal ob Cremona, Piacenza oder Pavia, ein Nachmittag reichte nicht aus, auch nur annähernd alles zu sehen.
Dann wieder die wunderschöne Landschaft des Parco Ticino, der Lago Maggiore und wieder das grandiose Alpenpanorama des Gotthard und des Reusstales, die Schweizer Seen!


-5 Länder: Deutschland
                  Bayern
                  Österreich
                   Italien
                  Schweiz
4 davon sprechen eine Art Deutsch, Verständigung war meist (gut) möglich sein.

4 Alpenrepubliken, 
1 Land "in dem Zitronen blühen"

3 Länder, die bisher nicht unbedingt weit oben auf der Liste meiner "Urlaubs-Traumziele" standen.
    Ehrlich gesagt, hegte ich, der vorurteilsfreiste Mensch überhaupt, gewisse Vorurteile gegenüber          den BÖS-Staaten (Bayern, Österreich,Schweiz) - und der Alpenländischen Folklore.
Aber das ist das schöne am Reisen, man wird seine Vorurteile los,- und wenn es gut geht kommen keine Neuen hinzu! Und so war es auch auf dieser Reise.

Die Hitparade der schönsten Streckenabschnitte der Reise:

1. Ohne Frage, die Bahntrasse durch die Julischen Alpen, von Tarvisio bis Moggio Udinese.
2. Von Göschenen nach Flüelen.
3. Jetzt wird es sehr schwer. Auch wenn es mir niemand glaubt, die Poebene hat mir sehr gut                  gefallen. Aber natürlich auch der Ticino. Also gibt es 2 3.Plätze.

Wo habe ich mich am wohlsten gefühlt?

Mit den Menschen im Schweizer Tessin bin ich am schnellsten warm geworden. Unglaublich freundlich, zugewandt und hilfsbereit.

Was man von manchen italienischen Zeitgenossen in Uniform nicht sagen kann. 

Generell habe ich wenig von der lockeren italienischen Lebensart mitbekommen. Hat sich da was geändert? Hat sich in den 70 Jahren Italientourismus etwas geändert? Oder war ich einfach viel "auf dem Land" wo man Fremde grundsätzlich eher mißtrauisch beäugt?

Was hat mich am meisten beeindruckt?

Die Biennale
Die Kathedralen und Dome
Das Schweizer Radwegenetz, seine Qualität und Ausschilderung
Und die Schweizer Bahn. Nirgendwo musste ich mein Fahrrad über Treppen tragen, überall gab es bequeme Rampen. 



Die kulinarischen Highlights der Reise:

1. Die Fleischnudeln in Mallnitz
2. Das Menu in der Villa Schiavi
3. Die Urner Kutteln mit Rösti in Attinghausen.
4. Das Stinco in Udine
5. Die 2 "Geschlagenen" mit Kartoffelsalat in Bad Waldsee

Die kulnarischen Tiefschläge:

1. Die Cannelloni in Viadane
2. Die Pizza in Piacenza
3 Die Bedienung im Fischmarkt auf dem Lido

Die essensmäßige Statistik lautet wie folgt:

3 x Spaghetti
5 x Pizza
3 x Gnocchi
2 x Hamburger (pulled pork bzw Pastrami)
2 x Schni/Po/Sa (oder wie der Italiener sagt, Milanesa
3 x Fisch oder Frutta die Mare
2 x irgendwas mit Knödel
2 x Kebab Teller
1x Thai

3 x italienisch, das volle Programm


Biertechnisch gab es nicht viel zu entdecken. 

Moretti und Peroni scheinen sich den Markt aufgeteilt zu haben, dann kommt noch ein Eichhorn Bier dazu.
Doch halt in Magenta habe ich 2 Craftbiere aus Mailand versucht, die sehr gut waren.



Alles in Allem war diese Reise ein perfekter "Kringel", die Schleife von der Haustür und zurück nach Hause!!
Das war schon super

1750 km - keine Panne! Was für ein Glück - und was für ein gutes Rad!

Und unterm Strich? All meine Unkereien von wegen der "dräuenden" 7 - hinfällig! 

Wäre schön, wenn zu den 7 Fahrten des Rentners M noch die eine oder andere hinzukäme!
Bis zum nächsten Mal!
                  

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