34. Tag: Von Bellinzona nach Attinghausen
Zurück von "hinter den Bergen"!
Das ist nicht mehr mein Ticino, sondern die Reuss oben in Göschenen.
Man kann sich recht gut vorstellen, dass die Reuss jahrhundertelang das größte Problem bildete, um über den St.Gotthard zu kommen.
Es geschieht mir nicht oft, dass mir die Superlative ausgehen. Aber der heutige Tag war einfach unglaublich schön.
Aber von Anfang an:
Nach eingehendem Kartenstudium ist mir klar, dass ich nicht bis Airolo hochradeln will. Airolo liegt auf knapp 1.200 m Höhe, das sind um die 900 Höhenmeter auf 37 km Strecke!! Mit anderen Worten Serpentinen ohne Ende.
Da habe ich mich schon gestern für die entspannte Variante entschieden. Ein paar Höhenmeter gehen immer. Also fahre ich heute Morgen die 25 km bis Biasca und steige dort in den Zug, ehe es anfängt ungemütlich zu werden.
Und meine Entscheidung war goldrichtig.
Ein herrlicher Morgen. Es soll heiß werden.
Doch noch hat die Sonne es nicht geschafft, bis ins Tal hinein zu scheinen. Der gegenüberliegende Hang ist in Gold getaucht und der Sommertag wandert langsam zu mir herunter. Heute ist der erste Tag der Reise, an der es mich an die Finger friert. Ungewohnt!
Die Radwege sind immer noch feinste Sahne. Das Tal ist ja auch noch breit genug. Moment mal, welches Tal?
Die Radwege sind immer noch feinste Sahne. Das Tal ist ja auch noch breit genug. Moment mal, welches Tal?
Geht es links rein, oder weiter hinten nach rechts? Gottardo oder Bernadino? Im Zweifelsfall links halten, so viel weiß ich noch.
Genau, da hinten geht es hoch!
Schöne kleine Dörfer
vom Ticino habe ich mich gestern zu früh verabschiedet, hier bei Claro treffen wir uns wieder in alter Schönheit! Er entspringt südwestlich des Gotthards am Nufenenpass.
Je enger das Tal wird, desto größer für die Radwegplaner die Schwierigkeit von der Straße wegzubleiben. Das ist wohl für einige Zeit das letzte Stück "Radweg" - eingeklemmt zwischen Autobahn und Zugtrasse.
Aber ich komme gut bis Biasca durch. Und zwar genau richtig, um in den 10:00 Uhr Zug einzusteigen.
Das fühlt sich ein wenig wie zuhause an. Das sind ziemlich ähnliche Waggons wie im Seehas.
Natürlich bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Radstrecke verläuft. Hier hätte ich hochasten müssen. Oben ist die Autobahn.
Ach wie schön, hier im Zug zu sitzen!
Zum Glück ist die Landstraße nicht sehr befahren. Es sind neben der handvoll Radfahrer vor allem Motorradfahrer, die hier unterwegs sind. Denn auf der anderen Seite bei der Talfahrt, werde ich diese Straße auch fahren müssen.
Und oben bei Airolo kommen wir den Wolken ziemlich nahe. Dann der Tunnel und nach etwa einer 3/4 Stunde stehe ich oben in Göschenen vor dem Bahnhof. Da geht ein heftiger Wind. Nicht kalt, aber böig.
Wasserfälle jede Menge, nicht immer kann man anhalten. Und immer wieder die Reuss.
Nach 20 km wildem Ritt nach unten, wird das Tal breiter und die Schweizer Radwegplaner finden auch wieder Platz für gesonderte Radwege.
Einfach nur Klasse! Aber hier "unten" ist es jetzt wirklich knackig heiß. Oder kommt mir das nur so vor, nach den Temperaturen in Göschenen.
Wäre schön, wenn ich mich besser in der Bergwelt auskennen würde, aber beeindruckt bin ich auch, ohne die Namen zu kennen.
Zum Glück habe ich es nicht mehr weit, bis zu meiner heutigen Unterkunft im Gasthaus Krone in Attinghausen, wenige Kilometer von Flüelen entfernt.
Ich habe einen einfachen Landgasthof erwartet, was er im Grunde auch ist, aber suprise, suprise
Zum dritten Mal auf dieser Reise - wenn man mein Fussbad im Kanal nicht mitzählt, habe ich mich dem nassen Element ausgesetzt. War richtig angenehm.
Bädele mit Bergblick.
Mit der Wirtin habe ich mich ein wenig unterhalten, sie frägt wie es weitergeht.
"Aber das wissen sie schon, dass sie auf der Landstraße von Flüelen nach Brunnen nicht weiterkommen. Da hat es einen Erdrutsch gegeben, zur Zeit werden noch Sprengungen vorgenommen.Und auf die Straße am anderen Ufer des Vierwaldstätter Sees dürfen Sie mit dem Velo nicht drauf!"
Gut, dass wir uns unterhalten haben. Ich hatte mir sowieso überlegt, ob ich nicht das Ausflugsboot von Flüelen nach Brunnen nehmen soll. Da die Ausflügler aber nicht gerne früh aufstehen, käme ich allerdings erst relativ spät los.
Mal sehen. Die Alternative wäre der Zug bis Brunnen. Also weiter kommen werde ich auf jeden Fall.
Jetzt, da ich "unten" angekommen bin und die Namen wieder vertrauter werden, fühlt es sich langsam an wie heimfahren.
Mal sehen wie lange ich noch brauchen werde. Nach heute sicher noch 2 Übernachtungen.
Das Abendessen heute Abend war mal wieder etwas besonderes: Urner Kutteln mit Rösti. Lecker!!!
Wenn Ihr wissen wollt, wie ich an der Tellsplatte und der "Hohlen Gasse" vorbei gekommen bin, - ihr wisst es eh, "es führt kein andrer Weg nach Küstnacht" - schaut doch einfach Morgen wieder vorbei!
Bis dann
Hier oben bin ich nicht nur den Wolken, sondern auch dem Schnee recht nahe gekommen. 35 km geht es jetzt abwärts. Die ersten Kilometer sehr steil!
Ich werde wahrscheinlich einen Satz neuer Bremsklötzchen nach dieser Reise brauchen. So richtig krachen lassen mag ich es nicht, dazu ist der Wind zu heftig. Die Serpentinen, die sich in den Wind drehen, bremsen dich komplett aus. Wenn ich nicht in die Pedale steige, bremst er mich auf 11 km/h runter.
Bei Wassen mache ich Mittagspause. Auch um die Hände zu entspannen.
Das kann doch eigentlich nur das Matterhorn sein, oder? Sieht die Wassener Seite so aus??
Nach 20 km wildem Ritt nach unten, wird das Tal breiter und die Schweizer Radwegplaner finden auch wieder Platz für gesonderte Radwege.
Einfach nur Klasse! Aber hier "unten" ist es jetzt wirklich knackig heiß. Oder kommt mir das nur so vor, nach den Temperaturen in Göschenen.
Wäre schön, wenn ich mich besser in der Bergwelt auskennen würde, aber beeindruckt bin ich auch, ohne die Namen zu kennen.
Zum Glück habe ich es nicht mehr weit, bis zu meiner heutigen Unterkunft im Gasthaus Krone in Attinghausen, wenige Kilometer von Flüelen entfernt.
Ich habe einen einfachen Landgasthof erwartet, was er im Grunde auch ist, aber suprise, suprise
Zum dritten Mal auf dieser Reise - wenn man mein Fussbad im Kanal nicht mitzählt, habe ich mich dem nassen Element ausgesetzt. War richtig angenehm.
Bädele mit Bergblick.
Mit der Wirtin habe ich mich ein wenig unterhalten, sie frägt wie es weitergeht.
"Aber das wissen sie schon, dass sie auf der Landstraße von Flüelen nach Brunnen nicht weiterkommen. Da hat es einen Erdrutsch gegeben, zur Zeit werden noch Sprengungen vorgenommen.Und auf die Straße am anderen Ufer des Vierwaldstätter Sees dürfen Sie mit dem Velo nicht drauf!"
Gut, dass wir uns unterhalten haben. Ich hatte mir sowieso überlegt, ob ich nicht das Ausflugsboot von Flüelen nach Brunnen nehmen soll. Da die Ausflügler aber nicht gerne früh aufstehen, käme ich allerdings erst relativ spät los.
Mal sehen. Die Alternative wäre der Zug bis Brunnen. Also weiter kommen werde ich auf jeden Fall.
Jetzt, da ich "unten" angekommen bin und die Namen wieder vertrauter werden, fühlt es sich langsam an wie heimfahren.
Mal sehen wie lange ich noch brauchen werde. Nach heute sicher noch 2 Übernachtungen.
Das Abendessen heute Abend war mal wieder etwas besonderes: Urner Kutteln mit Rösti. Lecker!!!
Wenn Ihr wissen wollt, wie ich an der Tellsplatte und der "Hohlen Gasse" vorbei gekommen bin, - ihr wisst es eh, "es führt kein andrer Weg nach Küstnacht" - schaut doch einfach Morgen wieder vorbei!
Bis dann


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