10.Tag: Von Hallein nach St.Johann im Pongau
die Karte
Wir sind in den Bergen angekommen! Rechts von uns, exakt wie ich es im gestrigen Post gezeichnet habe, die hohen Wände, hinter denen irgendwo der Watzmann liegt. Links hinten Golling, wo unsere erste Passstrecke liegt. Aber ehrlich gesagt, sind die ersten Kilometer auf denen der Radweg sich von unserer geliebten Salzach wegbewegt durchaus schon schweißtreibend. Aber der Tag ist genial, es wird warm werden und die weißen Wolkenberge haben sich eigens für uns zu Fotomotiven aufgetürmt. Das sind heute Postkartenausblicke!
Hier in der Ferne Golling, und hinter dem Kirchturm links hoch geht es auf den Pass Lueg, zugegebenermaßen noch nicht der "allerhöchste", aber immerhin geht es etwa 8 km streng nach oben, und nicht in Serpentinen. Gemein, dass wir auf der Passhöhe nicht durch den Tunnel dürfen (und ehrlich gesagt auch nicht gewollt hätten) sondern noch knackig über den Buckel auf die Passhöhe müssen.
Die 11:00 Uhr Banane haben wir uns redlich verdient. Und dann der Blick in die Salzachklamm
Genau durch diesen Canyon müssen wir durch, abwärts, aber auf der Straße. Das ist die Art von Strecke, die Friederike nicht gefällt, das wusste ich - und ehrlich gesagt, auch mir war manchmal der Genuss der spektakulären Landschaft etwas getrübt. Auf der Strecke immer wieder Baustellen mit Ampelregelung, deren Phasen für Radfahrer einfach zu kurz sind, so dass die ersten Fahrzeuge schon bergauf kommen, als wir noch nicht durch die Baustelle waren.
Trotz alledem ist die Salzachklamm ein Highlight der gesamten Tour, mit Sicherheit!!
An einem Zwischenstopp kommt eine Dame von hinten angerauscht und schimpft mit mir, warum ich nicht auf sie gewartet habe! Dann merkt sie erst, dass ich nicht der ausgerissene Gatte bin. Ob ich ihn denn gesehen hätte? Einen Radfahrer habe ich wohl gesehen, aber ich habe ihn nicht gefragt, ob er der Gatte wäre! "Hätten sie mal gemacht!"
Der nächste Anstieg geht bis knapp unterhalb von Hohenwerfen hoch.Wäre gut zu fahren gewesen, hätte da nicht wieder eine Baustelle die Straße so verengt, dass vom Standstreifen nichts übrig blieb. Und rechts war die Wand.
Vor Bischofshofen hat die Bundesstraßenfahrerei zum Glück ein Ende. Wir dürfen wieder ans Ufer der grünen Salzach und der Anstieg ist stetig aber fast unmerklich.
Dass es aber die Wikinger bis hier hinauf geschafft haben, halte ich für eher unwahrscheinlich
St.Johann im Pongau ist unser heutiges Ziel.
Bei der Suche nach einer angenehmen Unterkunft, habe ich mich dieses mal von dem originellen Namen der Pension verführen lassen: "Rauchkuchl" - das klingt doch urig. Und urig ist unsere Pension in der Tat.
Ein Zimmer über einem Steakhouse, unten im Westernstil, darüber alpenländisch folkloristisch, -geführt von einer russischen Mamuschka, heiße Mischung. Nach dem ersten Schock haben wir uns aber mit den Gegebenheiten angefreundet, das Zimmer ist in Ordnung, St. Johann ist jetzt nicht der mondäne Urlaubsort in den Bergen. Aber jetzt machen wir uns erst einmal auf, um etwas zu Abend zu essen. Im Steakhouse haben wir uns vorsichtshalber als Vegetarier ausgegeben.
Ok. Noch einen kleinen Nachtrag von unserem Streifzug durch St. Johann im Pongau.
1. St. Johann im Pongau hat eine rush-hour:
2. St. Johann im Pongau ist reich, hat aber zuweilen schlechte Architekten:
3. Der Wilde Westen fängt gleich hinter Hallein an:
So sah Euer Blogger heute beim bloggen aus!!
(f) zum Baden wurde noch kein Satz geschrieben, aber da war auch nix. Ich hab immer wieder versucht, an der Salzach eine Badestelle zu finden, aber die hat einfach eine heftige Strömung und vor Staustellen hab ich mich auch nicht getraut. Kein Badesteg, niemand im Wasser, also da muss man vorsichtig sein. Als ich unsere Wirtin in St. Johann frage, ob es hier Badestellen gäbe, lacht sie " die hat das ganze Jahr 4,5 Grad die Salzach", da geht niemand baden. Also ich dann auch nicht. Die Salzach ist grünweiß, so ein richtiger Gebirgsfluss:
Ok. Noch einen kleinen Nachtrag von unserem Streifzug durch St. Johann im Pongau.
1. St. Johann im Pongau hat eine rush-hour:
3. Der Wilde Westen fängt gleich hinter Hallein an:
So sah Euer Blogger heute beim bloggen aus!!
Und jetzt du, Friederike!!
(f) zum Baden wurde noch kein Satz geschrieben, aber da war auch nix. Ich hab immer wieder versucht, an der Salzach eine Badestelle zu finden, aber die hat einfach eine heftige Strömung und vor Staustellen hab ich mich auch nicht getraut. Kein Badesteg, niemand im Wasser, also da muss man vorsichtig sein. Als ich unsere Wirtin in St. Johann frage, ob es hier Badestellen gäbe, lacht sie " die hat das ganze Jahr 4,5 Grad die Salzach", da geht niemand baden. Also ich dann auch nicht. Die Salzach ist grünweiß, so ein richtiger Gebirgsfluss:
Hier war übrigens die Stelle wo die fremde Frau meinen Mann kapern wollte. Ich hab grad die Salzach fotografiert und höre ein Schäkern und Lachen und sofort bin ich losgerannt.
"Ach Sie sind ja gar nicht mein Mann",sie, dann er: "nein, ...noch nicht" Aber ich war zur Stelle!
Dann ich zur der fremden Frau: "ja man verwechselt die ja gerne, wenn sie ihre Radkluft anhaben"
Dann sie" Naja, so richtig gleich schauen's ja net aus". Ha!
Die Strecke war übrigens sehr gut ausgeschildert. Kurz kamen wir ins Zweifeln, als der Watzmann angeschrieben war.
Wir müssen doch nicht über den Watzmann? Nein, mussten wir nicht.
Und das schönste Bild war das ist der Kirche, von dem guten Hirten, der sein Schaf vor dem Ertrinken rettet. Muss er das arme Tier denn so auswringen?
So das war's für heute. Morgen geht es über'n Berg.
Es ist super, sich hier in den Bergen nach oben zu radeln. Und jetzt kommt es mir wirklich so vor, als ob wir ganz weit weg von zuhause sind.

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