11.Tag: Von St.Johann im Pongau nach Mallnitz
die Karte

Zuerst das allerschönste Foto des Tages: Der Badesee in Bad Gastein
Heute war der Tag der verschiedensten Verkehrsmittel
zuerst mit dem Rad, 6 km von St. Johann nach Schwarzach, eine schöne gemütliche Tour mit leichter Steigung.
Dann mit dem Postbus nach Dorfgastein, einen Streckenabschnitt von ca. 12 km, Höhenmeter ca. 200, den die Reiseleitung von Anfang an nicht mit dem Rad fahren wollte. Da gab es auch keine Diskussion. Zum einen war angekündigt, dass man hauptsächlich auf der Straße fahren musste und außerdem knapp zwei km durch einen Autotunnel. Abgase schlucken.
Statt dessen ganz gemütlich, mit dem Bus:
Der Tauernradweg und der Alpe- Adria, den wir fahren, trennen sich vor dem Tunnel und wir verlassen den Lauf der Salzach. Der Tunnel, den wir durchfahren ist wirklich gruselig!
Nach einer Viertel Stunde sind wir in Dorfgastein, und sind jetzt in einem Hochtal, links und rechts gigantische Berge, mit Skiliften und total ausgefahrenen kahlen Berghängen. Der Radweg ist gemächlich und bis Bad Gastein ist es ein wunderbares Fahren:
In Bad Gastein kommt dann dieser herrliche Badesee und wir haben eine Mittags-und Schwimmpause gemacht. Es war das beste Bad der gesamten Strecke!
Und dann ging's los: In Bad Gastein geht es den Berg hoch, mindestens 150 Höhenmeter liegen die einzelnen Stadtteile auseinander, enge Gassen, unglaublich steile Straßen, so dass neben dem Radfahren nun auch das Radschieben angesagt war. Wie treffen die Leute von oben und unten jemals aufeinander?
Bad Gastein-oben- hat große alte Kurhotels und einen gigantischen 'Wasserfall mitten zwischen den Häusern
Und danach ging's nochmal so richtig hoch bis Böckstein, nur 6 km, aber die hatten es in sich.
Das letzte Verkehrsmittel heute ist der Zug, die Auto Verladung Richtung Villach:
und schwupps, waren wir auf der anderen Seite der Berge, in Kärnten
Juhu, wir sind über'n Berg:
Ein super schöner Tag war das und ich bin sehr froh, dass die Reiseleitung diese kluge Entscheidung getroffen hat. War noch anstrengend genug.
Und jetzt ich:
Die heutige Etappe macht mir schon seit Monaten Kopfzerbrechen. Die unterschiedlichsten Berichte kursieren im Internet. Gibt es einen Radweg neben der Bundesstraße? Gibt es eine Radspur durch den Tunnel? Klammstein ist berüchtigt.
Der Bus um 10:13 ist die optimale Alternative. 3,50 € pro Person. "Und die Fahrräder?" , frage ich. "Welche Fahrräder?" fragt der Busfahrer. - Cool!
Gegen 11:00 haben wir die 600 km Marke geknackt
Das Gasteiner Tal ist ist wunderschön.
Auch wenn man weiß, dass ganz da hinten die große Wand nach oben geht!
Nach dem wunderschönen Badesee, von dem Friederike schon erzählt hat, geht es hoch, mal kann man noch fahren, meistens müssen wir schieben. Die "Leidensgefährten", die sich zeitgleich hochquälen lernen sich mit der Zeit kennen und bei den Zwischenstopps macht man Konversation, sobald man wieder bei Atem ist. Bis zum Zug trifft man sich immer wieder.
Der morbide Charme des ehemals mondänen Kurortes erschließt sich auch im Durchfahren, viele der Belle Epoche Luxusherbergen sind in einem erbärmlichen Zustand. Das berühmte Hotel Europe wurde in Appartements aufgeteilt, die den größten Teil des Jahres leer stehen.
Die Versuche, aus Bad Gastein einen Erlebnispark zu machen, sind nicht wirklich überzeugend. Flying Foxes über den Wasserfall, kann man machen,- aber reißt die Chose auch nicht wirklich raus
Da vor dem roten Dach fliegt sie hinunter!!
Die Autoverladestation in Böckstein ist menschenleer. Wir haben den 14:20er Zug um 10 Minuten verpasst.
Diese Verbindungsstrecke nach Villach hat seit dem Bau der Tauernautobahn stark an Bedeutung verloren. Wenn es 10 Autos waren, die heute aufgeladen wurden, dann waren es viel. Dagegen wurden die Fahrradplätze im Zug eher knapp. Es sind sicher 15 Mitreisende gewesen, die in Mallnitz ausgestiegen sind.
Unter anderem auch die Radkumpel aus Norddeutschland mit denen wir uns gerne in den Atemholpausen unterhalten haben.
In Mallnitz brummt eindeutig nicht der Bär.
Die ersten Kärtner Kasnudeln und Fleischnudeln mit Sauerkraut waren ein Highlight auf der kulinari-
rischen Seite unserer Reise.
Ich freu mich auf die nächsten Tage in Kärnten!!!
Der Blick aufs Mittelmeer ist nicht mehr fern!

Kommentare
Kommentar veröffentlichen