20. Tag: Venedig - Friederike muss zurück!


Das wird heute eher ein kurzer Blog. Da Friederike mit dem Zug zurück fahren wird, ist unser letzter gemeinsamer Reisetag von Packen und letzten Einkäufen geprägt. Das Hotel Atlanta Augustus ist in jeder Hinsicht angenehm unkompliziert, 
Einfach ein tolles Hotel.



Und Friederike ist reisefertig. 
Aber unkomplizierte Rückreisen waren bisher noch nie Friederikes Ding. Warum sollte es dieses Mal anders sein. Zum Glück sind wir frühzeitig aufgebrochen und haben darauf verzichtet auf dem Lido noch eine Kaffee zu trinken.
Denn kaum sind wir an der Fährstation angekommen, - der erste Schock!
Dass Friederike nicht von Mestre losfährt, das hatten wir schon gestern Abend festgestellt. Doch als die Dame am Fahrkartenschalter sagt: "Nach Sta. Lucia? Mit dem Fahrrad? Das geht nicht! Ihr dürft nicht mit dem Fahrrad in die Altstadt!"
"Hallo!", sage ich, "die Bahn hat uns aber eine Fahrkarte mit Fahrrad verkauft! Von Sta. Lucia aus!" 
Die Verkäuferin konferiert mit den Kolleginnen.
"Also, vielleicht geht es doch! Aber Ihr müsst die Autofähre nach  Tronchetto nehmen, und dann das Fahrrad nach Sta Lucia schieben. Über die Brücke!"
"Und wo geht die Autofähre ab" "Am oberen Ende der Insel"


Das war der erste Abschied, denn ich hatte mein Fahrrad im Hotel gelassen! Und bis ans Ende der Insel laufen? Wer weiß, wie lange das dauert?

Friederike fährt schon mal los Richtung Autofähre, ich gehe zurück ins Hotel - und hole mein Fahrrad! Ich will doch sehen, ob Friederike wirklich rechtzeitig loskommt. 
Inzwischen ist das Zeitfenster gar nicht mehr so üppig!! Und wir hatten uns mal überlegt, ob wir noch Essen zu gehen!
Als ich "am oberen Ende Insel" ankomme, ist Friederike noch da! Aber alles gut! Die nächste Fähre geht in 20 min und der Fußweg von der Fährstation zum Bahnhof soll in 10 Minuten machbar sein, sagten sie am Schalter.

2. Abschied:




Schnief!!

Inzwischen weiß ich, dass Friederikes Abenteuer noch nicht vorüber waren - aber ich will hier nicht spoilern, denn schließlich erwarten wir - wie immer - Morgen, wenn Friederike glücklich wieder in Engen angekommen ist - und ausgeschlafen hat, ihren letzten Blogbeitrag für dieses Jahr.

Ja, und ich? Muss mich wieder auf´s alleine reisen einstellen! - Ist schon komisch. 

An der Fähre sehe ich ein Schild, das alle meine Zweifel, ob und wie ich Morgen weiter komme, in Wohlgefallen auflöst. Na ja, so ganz... verlässliche Reiseinfos, sind in den letzten Tagen, dann doch nicht so verlässlich gewesen, wir werden sehen



Der Plan für Morgen ist. Zuerst den Lido runter fahren, bis Albione. Dort gibt es eine Fähre auf die nächste Insel. Pellestrina. Dort wieder mit dem Fahrrad, bis zum Friedhof von Pellestrina, dort gibt es wieder eine Fähre bis Chioggia, - auf dem Festland. Von dort aus, soll es dann noch bis an den Po gehen. Insgesamt, sind das etwa 50 km, aber spielen die Fähren da mit? 

Ihr werdet es Morgen erfahren!!

Wenn Ihr Euch fragt, wie der Eurovelo 5 verläuft, 

hier die Antwort:Es ist die Via Francigene,  der von Canterbury bis Brindisi verläuft. Mmmh? Das kann nicht sein, der verläuft von Piacenca, über Rom nach Brindisi.
Wie er da  auf den Lido von Venedig geraten kann ist mir rätselhaft.  Ich schaue genauer hin:



OK, E 5 steht da, aber auf einem quadratischen, blauen Hintergrund und ohne die Sterne!
Das ist nicht der EuroVelo 5, der "Europäischen Union", sondern nach europäischer Übereinkuft der B16, der Adriaküstenradweg, der vom slowenischen Lucija auch bis Brindisi geht.

Liebe Italiener! Was für Probleme Ihr auch immer mit der EU haben mögt, -  das ist lächerlich! 
Was spricht denn dagegen, sich an Absprachen zu halten, damit verliert man doch nicht seine Freiheit!!! 

 Aber sei´s drum. 

Heute Nachmittag habe ich mich ums Fahrrad gekümmert, damit es fit für die 2.Hälfte der Reise ist. D.h. die netten Leute vom Fahrradverleih, haben mir die Kette geölt und Luft nachgefüllt! Drückt mir weiter die Daumen!!



Und schaut Morgen wieder rein! 

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