32. Tag: Arona - Ruhe- und Regentag



Gestern Abend zog noch ein Gewitter auf. Es war seeehr heiß gewesen!  Heute Morgen hat sich das schlechte Wetter zwischen den Bergen festgesetzt. Mal nieselt es, mal schüttet es - und den ganzen Nachmittag gewittert es wieder heftig.

Aber auf meiner heutigen Radstrecke hinunter in den Ort, hat es zum Glück nur ein paar Tropfen gemacht. Trotzdem waren die Haarnadelkurven nicht ohne. Das gestrige Gewitter hat Laub von den Kastanien runter gehauen, das nun in den Kurven die Straße bedeckt. Da möchte ich nicht ins Rutschen kommen, also: "Immer langsam voran...!"


Den enormen Carlo habe ich gestern eher links liegen lassen. Heute Morgen schaue ich ihn mir genauer an. Der Carlo ist ja richtig alt!! Der Koloss des hl. Karl Borromäus (genannt Sancarlone) wurde 1624, 14 Jahre nach seiner Heiligsprechung, begonnen und 1698 beendet. Hätte ich nicht gedacht. Ein so gewaltiges Monument aus Eisen und Kupferplatten. Im Inneren ist eine Art Turm. Man kann anscheinend bis in den Kopf über eine Wendeltreppe gelangen. "Not today!" - Mittwoch ist "hüt net" Tag in Arona, werde für meinen Abendspaziergang das entsprechende T-Shirt aus der Tasche kramen. Der Sancarlone ist, so sagt das Schild am Eingang, die 2.größte Plastik dieser Art. Nur die Freiheitssstatue in New York ist größer. Sancarlone kommt auf 35 m (mit Sockel), die Freiheitsstatue von den Füssen bis zu der Spitze der Fackel 46 m. Der Entwurf stammt von Crespi. Genial finde ich, dass man sich bei Bau darüber im Klaren war, dass es hier oben recht heftig winden kann. Die segnende Hand ist "halbelastisch" konstruiert, d.h. die Metallkonstruktion im Inneren kann dem Druck etwas nachgeben! Ganz schön clever.
Der Borromäus Carlo ist hier in Arona 1535 geboren. Im Schloss, von dem Napoleon nicht viel übrig gelassen hat. Er war Erzbischof von Mailand und hat sich währen der Pest und der Hungersnot sehr für die Armen eingesetzt. 
Spannend finde ich auch, dass Bartholdi, dem Künstler der Freiheitsstatue, dessen Familie aus Oberitalien stammt, den Sancarlone besucht und genau untersucht hat. Besonders die Stahlverankerungen und die getriebenen Kupferplatten haben ihn inspiriert. 


Hier wird ein bisschen deutlicher was für ein Koloss San Carlo ist.
Da hätte ich tatsächlich etwas verpasst, wenn ich mich nicht so vertan hätte mit meinem Hotel. Was heißt vertan, der Blick, das Essen,- Alles gut!

Kaum bin ich im Ort nimmt der Regen zu. Also ins Café.



Wären der Regenpausen einmal die Cavour rauf, einmal runter. Dann in´s nächste Café, so wie es heute Alle machen. Die Flaniermeile ist kaum wirklich ein Meile lang. Man begegnet sich häufiger. Das Archäologische Museum hat auch "hüt net"-Tag, keine Alternative.
Die Kirchen sind schnell abgehakt. Und vom Schloss hat Napi, wie gesagt, nicht viel übrig gelassen. Zum Glück gibt es in der Buchhandlung den Spiegel und ein paar Krimis. 

Um 13:00 Uhr darf ich ins Hotel. Kaum habe ich mein Zimmer bezogen, fängt es zu Schütten an. Glück gehabt.
Leider habe ich heute nicht wirklich viel zu berichten. Es sei denn es hört mal auf zu regnen und ich kann noch einmal 3 Runden "flanieren".

Aber auch die 4. und 5. Runde macht Arona nicht  viel interessanter


Ok, King Kong hatte ich bisher übersehen. Die Uhr geht nicht, um diese Zeit hat es noch geschüttet.



Es weht ein kräftiger Wind und die eine oder andere Schaumkrone ist zu sehen. Hoffen wir mal, dass der Wind die Regenfront wegschiebt und der See Morgen nicht allzu unruhig ist.


Morgen "fahr´n wir übern See, übern See...". Meine exakten Routenplanungen sind irgendwo hinter Arnoldstein in Vergessenheit geraten, hier also die Vorletzte!

Sorry, dass es heute nicht mehr und interessanteres zu berichten gab!

Schaut trotzdem wieder vorbei!!
Bis dann




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